Christian Seiler

Christian Seiler

Christian Seiler ist freier Autor und Kolumnist und lebt in Wien. Er war unter anderem Chefredakteur des Nachrichtenmagazins „profil“ und Chefredakteur der Kulturzeitschrift „DU“. Als Sachbuch-Autor setzte sich Seiler regelmäßig mit kulinarischen Themen auseinander. Von Fachpresse und Publikum begeistert aufgenommen wurde zuletzt „Die Kaltenbach“, in dem Seiler gemeinsam mit Leandra Graf das Portrait der Schweizer Küchen-Nationalheiligen Marianne Kaltenbach skizziert. Als einer der Gründerväter der Bregenzerwälder Genusstage ist er unter anderem für die inhaltliche Programmierung des Symposiums „Reos hea“ verantwortlich. Seiler hält die Entwicklung kulinarischen Selbstvertrauens für unumgänglich, um sich aus „einem Dschungel von Lebensmittelindustrie, gastronomischen Klischees und ökologischem Verantwortungsbewusstsein zu befreien“.

www.christianseiler.com

 
Fergus Henderson Fergus Henderson

Fergus Henderson ist der Gründer des „St. John Restaurant“ in London und eine der Ikonen der Modern British Cuisine. Mit seiner Philosophie des „Frome Nose to Tail Eating“ proklamiert er die Verwertung aller Teile eines Tieres. Hendersons Restaurant geriet zeitweise zur inoffiziellen Kantine der jungen Britischen Kunstszene, Küchenchefs aus aller Herren Länder sind Stammgäste im „St. John“. Hochgerühmte Kollegen wie Anthony Bourdain oder Mario Batali gelten als begeisterte Anhänger von Hendersons Küche. In Großbritannien erlangte der kulinarische Autodidakt auch Anerkennung für den bewundernswerten Umgang mit seiner Parkinson-Krankheit. 2005 wurde er von der Queen zum „Member of the British Empire“ ernannt. 

www.stjohnrestaurant.co.uk

 
Wolfram Siebeck Wolfram Siebeck

Wer bekommt schon zu seinem 80. Geburtstag eine ganze Ausgabe des „ZEIT Magazins“ gewidmet? Wolfram Siebeck selbst legt wenig Wert auf derlei Ehrbekundungen, die ihm dennoch zahlreich zuteil wurden: Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse, Frankreichs Regierung ernannte die Lichtgestalt des deutschsprachigen Gourmet-Journalismus zum „Chevalier du mérite agricole“. Seine Leser, Fans und gar nicht so wenige Kritiker regen seine Schriften abwechselnd an und auf. Siebecks zentrale Bedeutung für die Etablierung einer eigenständigen und qualitätsorientierten Koch- und Esskultur vor allem in Deutschland ist nicht nur Teil seines persönlichen Mythos, sondern historisch belegt.
 
Werner Gruber Werner Gruber

Der Physiker Werner Gruber ist im Brotberuf wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Experimentalphysik an der Universität Wien. Zu breiter öffentlicher Bekanntheit verhalfen ihm seine Sachbücher, in denen er Phänomene des Alltagslebens wissenschaftlich und vor allem unterhaltsam deutet. Über sein Buch „Die Genussformel“ meinte etwa die „Neue Zürcher Zeitung“: „Selten aber gelingt einem Autor der Spagat zwischen Kulinarik und Physik so gut wie dem Österreicher Werner Gruber. Liest man „Die Genussformel“, so schaut man danach nicht nur das Essen mit anderen Augen an, sondern hat tatsächlich auch seine Künste am Herd verfeinern können. […] Ein wahrhafter Lese-Schmaus!“ Mit seinem Physiker-Kollegen Heinz Oberhummer und dem Kabarettisten Martin Puntigam bildet er zudem die kongenialen „Science Busters“, die mit Auftritten im Wiener Rabenhof Theater und im Radiosender FM4 für Furore sorgen.
 
Birgit Vanderbeke Birgit Vanderbeke

Die Schriftstellerin Birgit Vanderbeke, geboren 1956 in Dahme/Mark, lebt im Süden Frankreichs. Ihr umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet und erscheint im S. Fischer Verlag und im Fischer Taschenbuch Verlag. „Das Muschelessen“ und „Alberta empfängt einen Liebhaber“ wurden zu Bestsellern, die Verfilmung der Erzählung „Friedliche Zeiten“ lief 2007 in den deutschen Kinos, zuletzt erschien „Die sonderbare Karriere der Frau Choi“. In ihrem Buch „Schmeckt’s? Kochen ohne Tabus“ thematisierte Vanderbeke virtuos das Kochen mit Innereien. Bei den Bregenzerwälder Genusstagen erörtert die Bachmann-Preisträgerin, weshalb sie in der Filet-Gesellschaft ein Symbol zivilisatorischer Verwahrlosung erkennt.
 
Stuart Pigott Stuart Pigott

Der Wahlberliner Stuart Pigott schreibt seit 20 Jahren über Wein – unorthodox und höchst erfolgreich. Seine Weinführer sind Bestseller. Nicht zuletzt aufgrund ihrer Pointiertheit und Bissigkeit genießen Stuart Pigotts eigensinnige Betrachtungen große Verehrung unter Weinliebhabern. Seine Kritiken und Kolumnen im „Feinschmecker“ und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ werden gleichermaßen geschätzt und gefürchtet. Schonungslos deutet der gebürtige Londoner neben Gekeltertem auch seine eigene Biografie: „1979 beginne ich ein Kunststudium am Goldsmiths College of Art in London, bekomme aber im darauffolgenden Jahr keinen Platz für den nächsten Studien-Abschnitt, ‚weil ich ein arrogantes Schwein bin‘.“ Freunde und Bekannte schätzen Pigott jedoch als höchst umgänglichen Zeitgenossen, der für das Thema Wein schlichtweg begeistert. Ganz nach §5 seiner selbst verfassten fünf Weingesetze: „Es gibt nur einen Fehler, den man beim Wein machen kann – den anderen den Spaß zu verderben.“

www.stuartpigott.de

 
Hanni Ruetzler Hanni Ruetzler

Mit ihrem multidisziplinären Zugang zu Fragen des Ess- und Trinkverhaltens hat sich die Ernährungswissenschaftlerin Hanni Rützler international einen Namen gemacht. Rützler wird vor allem wegen ihrer Qualitäten als Vermittlerin zwischen Theorie und Praxis sehr geschätzt – nicht zuletzt von Journalisten und Medienvertretern, die sie immer wieder als profunde Kennerin der Materie zu Gastkommentaren und TV-Auftritten einladen. Ihre Expertise wird von Gesundheitspolitikern ebenso in Anspruch genommen wie von multinationalen Nahrungsmittelkonzernen und großen Systemgastronomen. Als bekennende Feinschmeckerin weiß sie, dass der nachhaltige Weg zu einer gesunden Ernährung nur über genussvolles Essen führt. Bei ihrem gegenwärtigen Forschungsschwerpunkt „Future Food – Die Zukunft des Essens“ arbeitet sie mit dem Zukunftsinstitut von Matthias Horx zusammen.

www.hanni-ruetzler.at